Felder voller Buschwindröschen und Bärlauch grüßten die Metzinger Albvereinler gleich zu Beginn ihrer Tour auf der Balinger Alb. In Fahrgemeinschaften ging es zuvor über die B 27 durch Balingen und anschließend über die Lochenstraße bis kurz vor Tieringen zum Wanderparkplatz oberhalb des dortigen Feriendorfes. Wanderführer Eckart Ruopp hatte so noch einen Gutteil des Höhenanstiegs der Albvereinswanderung umgangen. So wanderte man gleich gemächlich hoch über dem Schlichemtal durch die langsam erwachende Natur Richtung Lochenpass. Vorher bogen die Metzinger aber scharf in nordöstlicher Richtung ab und erreichten bald den ersten Aussichtspunkt Schinderlucke mit prächtiger Aussicht auf das Wirtschaftszentrum Balingen und das sich öffnende Eyachtal Richtung Albstadt. Weiter ging es immer am Albtrauf entlang auf dem Albsteig, dem Hauptwanderweg 1 des Schwäbischen Albvereins. Bald erreichte man den Gedenkstein für die Gefallenen und vermissten Soldaten der 4. Gebirgsdivision. Diese, auch Enziandivision genannte Einheit, wurde 1940/41 auf dem nahen Truppenübungsplatz Heuberg aufgestellt. Auf der gegenüberliegenden Talseite bei Lautlingen erinnert auch heute noch der Muliweg, wo die Gebirgsjäger mit ihren Tragtieren in alpinem Gelände übten, an diese Zeit.
Am Lochenhörnle, mit 953 m der höchste Punkt der Sonntagstour, gab es die Mittagsrast. Im Anschluss waren die Albvereinler fast unter sich, ein stetes Auf und Ab am Steilabfall der Lochenhochebene, durch Wälder oder über sonnenbeschienene Wacholderwiesen. Interessant, auch für für ukrainischen Mitwanderer, war der Naturlehrpfad zur Schlichemquelle, die zwar etwas abseits des Weges lag, aber mit frischem Wasser und Sitzgelegenheiten zum kurzen Verweilen einlud. Im Anschluss ging es noch einmal steil bergauf, schließlich musste man vom Beginn des Schlichemtals wieder auf die Lochenhochebene kommen. Auch wenn die Tour unter 10 km blieb, waren die Albvereinler und ihre Gäste mit diesem Einstieg ins Wanderjahr zufrieden und nach gemütlicher Einkehr ging es zurück nach Metzingen.

